Heidelberger Liederhandschrift (Manessische Handschrift), größte und kostbarste mittelhochdt. Liederhandschrift; entstanden in der 1. Hälfte des 14. Jh.; wird nach ihrem angebl. Auftraggeber, dem Züricher Patrizier Rüdiger Manesse, auch Manessische Handschrift gen., nach ihrem früheren Aufbewahrungsort (1657/1888) auch Pariser Handschrift. Sie enthält zahlreiche Gedichte (u.a. von Walther von der Vogelweide) aus der Zeit von Mitte des 12. Jh. 1305 bis 1340 sowie 138 ganzseitige Miniaturen (zumeist idealisierte Dichterporträts). Im Gegensatz zum Großteil der Bibliotheca Palatina im Dreißigjährigen Krieg nicht in den Besitz des Vatikans geraten, heute auch als digitalisiertes Faksimile in der Universitätsbibliothek Heidelberg.
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