Grabmal, Monument an der Beisetzungsstelle eines Toten; schon im Altertum finden sich wertvolle Grabbauten, die religiös motiviert waren (Megalith- und Hügelgräber in Europa, Pyramide und Mastaba in Ägypten, Kuppelgräber im Mittelmeerraum wie das Schatzhaus des Atreus). Weitere bed. Grabmäler fanden sich in Griechenland (mit Reliefbildern) und in Kleinasien (Felsengräber). Die islam. Kultur errichtete monumentale Grabmoscheen und -medresen. Seit dem 7. Jh. v.Chr. sind aus Etrurien wieder Kuppelgräber bekannt, in einem Baustil, den die Römer im 1. Jh. v.Chr. übernahmen (Augustus-Mausoleum, Engelsburg in Rom, Grabmal Theoderichs d.Gr. in Ravenna). Im europ. Mittelalter wurden steinerne oder bronzene Grabplatten meist in den Kirchenboden eingesetzt, später wurden sie an die Kirchenwand gestellt. Figürliche Darstellungen auf Grabplatten setzten sich im 11. Jh. durch, Klagegestalten zierten die Grabplatten häufig im 14. Jh. (Tumba). Michelangelo löste in der Renaissance dann die Figur des Toten von der Grabplatte (Grabkapelle der Medici in Florenz, San Lorenzo, 1520 ff.). Allegorische Darstellungen und Repräsentation prägten den barocken Stil des G.s. Gegen Ende des 18. Jh. setzte sich der einfache Gedenkstein mit Kreuzen und auch Engelsfiguren neben den Grabbauten durch.
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