Goldschmiedekunst 2, die G. der Gotik brachte bes. kunstvoll ausgebildete Monstranzen hervor, aber auch profane Goldschmiedearbeiten wie Schmuck und Trinkgefäße. Seit dem 15. Jh. gelangte die G. in Italien zu künstler. Blüte (Caradosso und B. Cellini); die ital. Kunstfertigkeit prägte auch die G. in Deutschland, zu deren Meistern W. Jamnitzer, M. Baier, H. Lencker und H. Petzolt zählten. Barock und Rokoko entwickelten den stilist. Reichtum der Renaissance weiter, etwa durch den Dresdener Meister J.M. Dinglinger. Frankreich und England verliehen der G. bes. im 18. Jh. Auftrieb (engl. Tafelsilber seit 1800), neue Impulse brachte dann der Jugendstil (W. van de Velde, C. Fabergé, J.M. Olbrich, L.C. Tiffany). - China: Bedeutend war die chin. G. der Tangzeit des 8. Jh., aus der eine größere Zahl von Gefäßen und Spiegeln erhalten ist; die Mingzeit (1368/1644) dagegen hat nur wenige Goldschmiedearbeiten hinterlasssen. - Altamerik. Kulturen: Als Hochzeit der G. gelten die Jahre von 1000 bis 1470 mit den Arbeiten der Kulturen im Gebiet der Chibcha-Sprachfamilie und der mexikan. Inka. - Afrik. Kulturen: Nur wenig Goldschmuck ist erhalten; die goldenen Treibarbeiten der Mapungubwe gelten als bed. Erzeugnisse.
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