Gold, chem. Element, Edelmetall. Seit rd. -5,000 v.Chr. gehört G. zu den vom Menschen benutzten Metallen, meist wurde es zu Schmuck oder Kunstgegenständen verarbeitet, früh auch schon als Zahlungsmittel verwendet. In Ägypten wurde G. anfangs aus dem Blauen Nil in Nubien gewonnen, um -2,000 v.Chr. auch aus dem Bergbau in Unternubien. Königsgräber von Theben beinhalten Darstellungen vom Waschen und Schmelzen bei der Goldgewinnung. Germanen und Slawen waren auch mit G. als Schmuck vertraut, Griechen bekamen das Edelmetall von den Phönikern, die Römer betrieben in Spanien Goldbergbau. Im Mittelalter kamen die meisten Goldlieferungen aus den Sudeten-, Karpaten- und Alpenländern sowie aus den Pyrenäen. Die Suche nach G. war Motiv vieler Entdeckungsreisen seit 1492. Seit dem 16. Jh. brachten die Spanier große Mengen Gold aus Mexiko und Peru, wo schon im 9. Jh. v.Chr. G. verarbeitet wurde, nach Europa. Im 17./18. Jh. wurden die Bergwerke in Brasilien und Kolumbien ausgebeutet und bestritten den bedeutendsten Teil der Weltproduktion. Zu Beginn des 19. Jh. wurde am meisten G. in Rußland gefördert, und Mitte des 19. Jh. griff das Goldfieber auf Amerika über (Alaska, Kalifornien). Auch in Australien und in Afrika, wo schon im Mittelalter G. abgebaut wurde, begannen die Grabungen; Südafrika wurde zu einem der führenden Goldländer. Heute wird innerhalb von zwei Jahren mehr Gold abgebaut als im ganzen Mittelalter.
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