Glocke, hohler, meist konkav gewölbter Klangkörper in Form eines Kegels oder Kegelstumpfes, der aus Metall gegossen ist; ein frei beweglich aufgehängter Klöppel schlägt an die Innenwand der G. und bringt sie dadurch zum Klingen. Vorläufer der ersten, im 9. Jh. v.Chr. in Vorderasien aus Bronze gegossenen G.n sind vermutl. G.n aus Holz, Fruchtschalen, Ton, Eisen oder Edelmetallen. Seit dem 6. Jh. wird die G. in Europa im sakralen Bereich eingesetzt, bis ins 19. Jh. wurde sie als Wetterglocke, Feuerglocke, Gerichtsglocke und Ratsglocke gebraucht, heute noch als Zeit-(Uhr-)glocke. Die heutige Kelchform der G. entwickelte sich im Mittelalter aus der Bienenkorb- und der Zuckerhutform. Die Technik des Glockengießens wurde anfangs von Mönchen ausgeübt; im 13. Jh. bildeten die Glockengießer dann eine eigene Zunft.
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