Fauves, les 'Fauves', Gruppe von Malern, welche sich erstmals im Pariser Herbstsalon 1905 um Matisse zusammenfanden, 1906 im Salon des Indépendants. Sie erregten ärgerliches Aufsehen, vor allem durch das Bild von Matisse 'Luxe, calme et volupté', und wurden von der Kritik mit dem Beinamen 'Fauves' (die Wilden) versehen, den sie in der Folge selber als Stilbezeichnung annahmen. Die Stilprinzipien der F.: Sie wandten sich gegen den Impressionismus, gegen illusionist. Tiefenraum und perspektiv. Augentäuschung. Die Mittel ihrer Gestaltung waren: Fläche, Kontur, Farbe; letztere war das Wesentliche. Sie suchten Vereinfachung aller Mittel, vor allem auch die reine Farbe. Ferner: Einklang von Ausdruck und dekorativer Wirkung. Als das Haupt der F. galt Matisse, der als seine Wegweiser Gauguin, van Gogh und Cézanne ansah. Die wichtigsten Mitglieder: Derain, Vlaminck, Dufy, Marquet, Friesz, van Dongen, Manguin, Puy, der junge Braque, Valtat, Rouault. Doch verfolgten die einzelnen bald ihre eigenen Wege, von 1907 an begann die kollektive Einheit der Fauvisten zu zerbröckeln zugunsten des erwachenden Kubismus.
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