Farblehre 3, aus der Gesamtheit aller möglichen Farben wird mit Hilfe von Farbmaßzahlen ein Farbsystem bestimmt. Die sog. DIN-Farbenkarte (DIN 61-64) kennt zur Unterscheidung der Farben drei Merkmale: Farbton (T), Sättigungsstufe (S), Dunkelstufe (D); Farben gleichen Farbtons liegen auf einer Linie (durch Unbuntpunkt definiert), Farben verschiedenen Farbtons, aber ident. Sättigungsstufe liegen auf einer Sättigungslinie. Durch Farbton und Sättigungsstufe kann also die Farbart und ihre Position in der DIN-Farbkarte fixiert werden. Die Helligkeit wird durch den Faktor Dunkelstufe (weiß ist D = 0, schwarz ist D = 10) definiert. Im DIN-Farbsystem kann jede einzelne Farbe durch ein Farbzeichen T:S.D. (z.B.: 3:6:2) gekennzeichnet werden. Die Farbmaßzahlen (zur Präzisierung der Farbvalenz) werden in der Farbmessung ermittelt, unter einem Lichteinfallswinkel von 45°, bei senkrechter Beobachtung und unter einem Lichteinfallswinkel von 0°. Sie werden auf genormtes Tages-, Glühlampenlicht bezogen. Es gibt folgende Meßverfahren: das Gleichheitsverfahren (Vergleich zw. zu messender Farbvalenz und einer ident. aussehenden Farbvalenz aus der Farbenkarte), das Spektralverfahren (spektralphotometr. Messung des Lichts), Dreibereichsverfahren (auf drei Photoempfängern verschiedener Wellenlängenbereiche, die der spektralen Empfindlichkeit des Auges entsprechen müssen, wird die Wirkung der zu messenden Farbvalenz festgehalten). Das Dreibereichsverfahren ist wegen der Schnelligkeit der Farbmessung gut für Differenzmessungen zw. den Farben geeignet.
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