Elfenbeinschnitzerei 2, die ältesten E.en des Islam stammen aus Ägypten und setzen die koptische Tradition fort (Kästen, Büchsen, Blashörner, Schachfiguren). - Sarazen. Handwerker im normann. Sizilien (11. Jh.) schufen mit hoher Wahrscheinlichkeit die sog. Olifantenhörner mit Jagd- und Kampfszenen im fatimid. Stil. - In China gelangte die Kleinplastik der Ming- und frühen Ch'ingzeit mit buddhist. und taoist. Figuren zu künstler. Be-deutung. - In verschiedenen afrik. Gebieten, bes. in West- und Ostafrika war die E. im Zusammenhang mit der Holzschnitzerei weit verbreitet. Bed. Zentrum der voreurop. E. war Benin. Hier wurden mit Reliefschnitzereien verzierte Elefantenzähne in die Porträtköpfe verstorbener Fürsten gesteckt. Im gesamten Kongoraum war die E. als Kleinkunst verbreitet, v.a. Amulettfiguren bei den Stämmen der Vili, Rega, Luba und Anhängermasken bei denen der Pende. In der Kolonialzeit, bes. an der Sklavenküste im Gebiet der Yoruba - auf Anweisung der Portugiesen - entwickelte sich die afro-portug. E., die Jagdhörner, Fußschalen, Löffel, Gabeln, Salzfässer u.a. Gerät, teilweise mit portug. Wappen und stilisierten afrik. Menschen- und Tierdarstellungen verziert, hervorbrachte. - Unter den Naturvölkern sind außerdem noch die Eskimos mit ihrer E. zu erwähnen.
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