dänische Kunst, im 10./11. Jh. mit der Bildung eines dän. Staates und der Christianisierung Nachfolgerin der german. Kunst bzw. der Wikingerkunst. Holz war lange das wichtigste Material in der dän. Baukunst. Das Vielhaus-System dominierte und machte nur langsam viereckigen Hofanlagen (Vierkanthof) Platz. Der früheste Sakralbau ist ebenfalls aus Holz (Marienkapelle, Stabkirche Anfang des 11. Jh., Lund). Ab ungefähr 1160 läßt sich der unter lombard. Einfluß aufgenommene Backsteinbau nachweisen, meist unverputzt, bis ins 20. Jh. hinein die wesentliche Bautechnik der d.K. Eine eigene Bauplastik entwickelte sich kaum; zum Schmuck der Backsteinbauten dienten meist Flachreliefs. Seit dem 12. Jh. wurde Lund Zentrum der die altgerman. Traditionen weiterführenden Miniaturmalerei, engl. Vorbildern folgend und ihrerseits die volkstümlich lebendige dän. Wandmalerei beeinflussend. Die Miniaturmalerei erlebte im späten Mittelalter ihre Blüte, gefördert durch die Herausbildung der Hanse und die damit verbundene, rasche Entwicklung dän. Städte. In diesem Zeitraum entstanden zahlreiche große Stadtkirchen, die auch mit Bildwerken ausgestattet wurden, u.a. von lübischen Künstlern wie C. Berg, H. Brüggemann, B. Notke. In der Zeit der 'Renaissance Christians IV.' (2. Hälfte 16.-Anfang 17. Jh.), teilweise bis ins 18. Jh. hinein arbeiteten zahlreiche holländ. Künstler (z.B. K. van Mander II und III) und Architekten (z.B. Opbergen und Steenwinckel) in Dänemark.
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