Christusbild, in der ersten christl. Zeit durch Symbole wie Fisch und Kreuz dargestellt. Seit dem 4. Jh. bemühte man sich um sein Bild. Das erste ist für gnost. Sekten bezeugt. Ein verbindlicher Typus entstand nie. Jede Zeit und jeder Künstler konnte ein individuelles C. schaffen. Es entstanden bestimmte Grundtypen: Christus als bartloser Jüngling (frühchristl. Zeit, frühes Mittelalter), bes. seit dem 6. Jh. Christus mit langem Haar, Vollbart und länglichem Antlitz. In Byzanz wurde Christus vornehmlich als Allherrscher (Pantokrator) dargestellt; auch die Romanik stellte Christus als Weltenherrscher (Majestas Domini, der thronende Christus in der Mandorla, auch Salvatorbild, oder zw. Maria und Johannes dem Täufer) und als Triumphator dar. In der Gotik spielte die menschliche Seite Christi eine größere Rolle in der Darstellung. Passionsszenen, Kruzifix und Schmerzensmann zeigen den leidenden Christus. Daneben ist Christus als Beau Dieu ('Schöner Gott') in der Kathedralsplastik gestaltet. Das C. der Renaissance fällt ebenfalls durch Schönheit auf, im Barock ist Christus Dulder und Herrscher zugleich. Die moderne Kunst hat eine strengere, an mittelalterlichen Vorbildern ausgerichtete Auffassung. Eine beliebte Darstellung von Christus war zu allen Zeiten die als Kind, bes. in der Geburt und in der Heiligen Familie.
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