bulgarische Kunst, die ersten nachweisbaren künstler. Zeugnisse, rechteckige Häuser mit verputzten, ornamental bemalten Wänden und bemalte, inkrustierte, teilweise tierförmige Keramik aus Karanowo, stammen aus dem späten Neolithikum (um -2,000 v.Chr.). Die wichtigste vorgeschichtliche Periode (seit Ende des 2. Jt. v.Chr.) prägten die Thraker, mit Kontakten zu den griech. Kolonien an der Schwarzmeerküste (seit 8. Jh. v.Chr.). Aus dieser Epoche stammen die thrak. Stadt Seuthopolis (Ende 4. Jh. v.Chr.), die für die thrak. Fürsten dieser Zeit gefertigten hellenist.Wandmalereien im Grab von Kasanlak und die Geldgefäße von Panagjurischte. Ab 4. Jh. ist auch frühchristl. Architektur und Malerei nachweisbar. Frühbyzantin. Kirchen sind in Sofia, Nessebar, Goljamo Belowo zu finden. Nach der Christianisierung beherrschte der byzantin.|Einfluß alle Gebiete der Kultur und Kunst (im Kirchenbau ist dafür die Rundkirche von Preslaw ein Beispiel, 10. Jh.). Wenn im 1. Bulgar. Reich (um 680 bis Anfang des 11. Jh.) eine Assimilation der verschiedenen Völker (Goten, Slawen, Turkstamm der Protobulgaren) und auch ihrer Kunst stattfand, so wurde das 2. Bulgar. Reich (1187/1396) durch die byzantin.|Vorbilder geprägt, aus der die Burgen und Kirchen der Hauptstadt Tirnowo, von Vidin, Assenowgrad, Nessebar u.a., die Wandmalereien der Schule von Tirnowo in den Kirchen von Bojana (Kloster Bojana im Komnenenstil, 1259), Iwanowo (Höhlenkirche) und Semen herausragen. Die Buchmalerei wird durch Evangeliare wie z.B. das des Popen Dobrejscho (1221, Sofia) und die Chronik von Konstantin Manasses (1335/1340, Vatikan) repräsentiert. Der türk. Einfluß ist am besten an den Moscheen zu sehen, deren größte und schönste die für Scherif Pascha erbaute Tumbul-Moschee ist (1744, im heutigen Kolarowgrad). Türk. Kunsteinflüsse sind v.a. in der Ornamentik und der Tracht der Bulgaren feststellbar. Als spezif. bulgar.-makedon. Kunst entwickelte sich die Holzschnitzerei (Kirchentürme und Ikonostasen bes. der Schulen von Samokow und Debar). Als Begründer der modernen b.K. gelten N. Petrow (*1881, +1943), und auch S. Skitnik (*1883, +1943), sowie W. Dimitrow-Maistora (*1882, +1960).
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