Bühnenbild 2, im 20.Jh. kommt man wieder auf die klassizist. Bühnenarchitektur Schinkels zurück (z.B. E.G. Craig), d.h. auf einfache geometr. Figuren als Grundformen der Spielfläche, Lichtregie anstelle von gemalter Dekoration; G. Appia und seine Nachfolger brachten parallel dazu Bewegung in choreograph. Stilisierung auf die Bühne (z.B. in Bayreuther und Stuttgarter Inszenierungen W. Wagners). Seit dem Expressionismus ergeben Treppenbühnen neue Gestaltungsmöglichkeiten; seit Brecht (zuvor teilweise schon bei den russ. Konstruktivisten, z.B. Malewitsch, Tatlin u.a.) gibt es die Offenlegung der Bühnenmaschinerie (als Desillusionierung). Heute steht neben dem traditionellen B. oftmals weitgehender Verzicht auf Dekoration und B. (Bühne als Gestaltungsraum durch schauspielerische Aktion bzw. Bewegung).
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