buddhistische Kunst 2, Darstellung Buddhas: in streng frontaler Position, stehend oder sitzend, zw. den Augenbrauen einen Punkt (urspr. eine Locke), auf dem Kopf Lockenwuchs (Uschnischa). Weitere Herrschaftszeichen sind Lotus- oder Bergthron und Strahlenkranz. Symbolisch bed. ist die Haltung der Hände (Mudra). Je nach Geste drückt sie die buddhist. Lehre, Berührung der Erde, Abwehr des Bösen, Schutz- und Wunschgewährung, Versenkung im Gebet u.a. aus. In Reliefszenen werden Lebens-Geschichten des histor. Buddha oder seine früheren Leben bis zur letzten Wiedergeburt (Dschatakas) erzählt. Im Hinajana-Buddhismus (Sri Lanka, Birma, Thailand, Kambodscha) tauchen häufiger monumentale Buddhabilder auf. Im Bereich des Mahajana-Buddhismus werden zu den Buddhafiguren oft seine Schüler (Arhats) oder die Bodhisattwas dargestellt (gnadenspendende Heilige) oder auch der Maitreja (Buddha der Zukunft), meist fürstlich gekleidet und reich geschmückt. Himmels-, Weisheitskönige und Torhüter gehören zw. dem 5. und 7. Jh. zum typischen Buddhabild, sprengen damit die strenge Darstellung. Die spätere Stufe des Buddhismus greift Zauberei auf, bezieht Dämonen ein und darüber Hindugötter und -göttinnen wie Brahma und Indra, eingegliedert in die buddhist. Hierarchie. Eine dementsprechende gemeinsame Darstellung erfolgt häufig in der Anordnung eines quadrat. oder kreisförmigen Mandala (schemat. Darstellung des Kosmos nach festen Regeln). Ein monumentales Mandala findet man im Tempelberg Borobudur auf Java (um 800 n.Chr., verkörpert zugleich Stupa, Weltenberg und Buddhapantheon).
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