Bucheinband, Deckel und Rücken eines Buches, meist aus Karton und mit Papier, Leinen oder Leder bezogen. Die modernen Taschenbücher haben oft einen flexiblen, farbig illustrierten Einband. Die meisten bekannten Prachteinbände stammen aus dem Mittelalter, mit Elfenbeinschnitzereien, geschmückt mit Edelsteinen, Perlen, Email. Häufig wurde der Holzdeckel auch mit gestempeltem Wildleder bezogen. Die hochroman. Zeit kannte v.a. Kalb- und Ziegenleder, bei den spätgot. Einbänden (Kalb- und Schweinsleder) wurden schon Rollen und Platten anstelle von Einzelstempeln verwandt (beherrschend bis zum 18. Jh.). Der europ. Renaissance-B. war stark von der islam. Einbandtechnik (Pappdeckel anstelle des Holzes, Vergoldung, Arabesken- und Maureskenschmuckformen) beeinflußt. Die Deckelmitte war oft mit dem Wappen der Auftraggeber geschmückt. Beim Gebrauchseinband findet sich schon früh Leder mit Blindpressung (farblos, mit Streicheisen und Stempel hergestellt) oder durch Lederschnitt dekoriert. - Mitte des 19. Jh. setzte ein Stilverfall ein. Die moderne Buchkunst bringt eine neue Vielfalt von Techniken und Stilen hervor.
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