Bildteppich, gewebter, gewirkter, geknüpfter, gestickter, mit Applikationen versehener, mit Bildern geschmückter Wandbehang; im Mittelalter hauptsächlich religiöse Motive; bekannt der Teppich von Bayeux (11.Jh.) mit der Eroberung Englands durch die Normannen. Die Blütezeit der B.e liegt im 14./15. Jh. (z.B. die Serie der 'Apokalypse von Angers', 1375/1380; 'Dame mit dem Einhorn', um 1513, Paris, Musée Cluny). Mit Sagen-, Fabel- oder Minnemotiven sind meist die got. Teppiche ausgestattet. Im 16. und 17. Jh. wurden die wertvollsten Teppiche in Brüssel hergestellt (z.B. nach Entwürfen von Raffael für den Vatikan und P.P. Rubens). Im späten 17. und bis ins 18. Jh. wurden die Pariser Teppiche berühmt, nach der Färberfamilie Gobelin, in deren Haus Colbert eine königliche Manufaktur errichtete, Gobelins genannt. Der Jugendstil gab - mit seiner Vorliebe für dekorative Flächenkunst - der Entfaltung des B.s neue Impulse.
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