Bild 2, die Ursprünge christl. B.verehrung sind nicht vollständig erkannt. In vorkonstantin. Zeit existierten symbol. B.er (Kreuzanker, Fisch, Brotkorb, Guter Hirte) und szen. Darstellungen (Abendmahl) in Kirchen bes. an Grabmalen (Katakombenmalerei); seit dem 4. Jh. offizielle Position der Kirchenväter zur B.frage, so Basilius d. Gr., der die B.-Verehrung als Verehrung der Dargestellten (Christus, Maria, die Heiligen) guthieß. Dadurch ist die theoret. Unterscheidung zw. Gottesanbetung und Verehrung (Bewunderung) des B.es und seiner Gestaltung(sformen) von großer Bedeutung. Im 8. Jahrhundert kam es in Byzanz zum Rückschlag: Kaiser Leon III. verbot 726 und 730 die Verehrung der Heiligenbilder, die im Orient zu Entartungen geführt hatte, und machte das Verbot zu einer völligen Verneinung der Bilderverehrung; die Westkirche verdammte die grundsätzliche Leugnung des Bilderkults, da die Verehrung dem Urbild der Darstellung gelte; der Parteikampf (Bilderstreit) der Bilderfeinde (Ikonenklasten) und der Bilderdiener (Ikonodulen) wirkte zersetzend im byzantin.|Reich: Unter Kaiserin Irene erlaubte das 7. allg. Konzil zu Nizäa 787 den Bilderdienst; nach einem Wiederaufleben des Streites wurden unter Kaiserin Theodora auf der Synode von 843 in Konstantinopel die Beschlüsse von 787 endgültig bekräftigt.
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