Bett, bereits in den alten Kulturen Babyloniens und Ägyptens findet man das B., auf ein Gestell mit Füßen gehoben. Die Auflage ruhte auf Gurten oder Geflechten. Griechen und Römer nahmen auf der sog. Kline auch festliche Mahlzeiten ein. Das B. des frühen Mittelalters ist ein schmuckloses Spann.-B. Mit dem 13. Jh. kam das Baldachin-B. auf. Im 15. Jh. wurden dann mehr und mehr die Vorhänge durch reich verzierte Holzkonstruktionen ersetzt. Die Pfosten wurden erhöht, das Gestell verschalt. Mit einer stärkeren Differenzierung der Stände in der Renaissance entwickelten sich auch neue Möbelformen. Dabei bevorzugten Bürger und Bauern das verschalte Pfosten-B., während in höfischen Kreisen das Prunk-B. vorrangig wurde (Baldachine, luxuriöse Ausgestaltung, reiche Stoffdrapierungen). Mit aufkommendem 17. Jh. erfreute sich auch das span.Alkovenzelt in Frankreich und Deutschland immer größerer Beliebtheit. Erst im 18. Jh. verschwindet das Himmel-B. Die Gestelle wurden wieder niedriger, mit stirnseitig vorkragendem Baldachin; was zu einer räumlichen Veränderung der B.stellung führte (nicht mehr an der Schmalseite, sondern an der Längsseite der Wand). Bed. zu dieser Zeit wurde auch das einfache Ruhe-B., die Chaiselongue. Im Biedermeier wurde das Bett zum Gebrauchsmöbel, in einem nischenartigen Raum stehend, vom eigentlichen Wohnzimmer abgetrennt. Auf dem Lande setzte sich v.a. das Himmel-B. durch. Das Wand-B., fest in das Haus eingebaut, durch Türen und Vorhänge zu schließen ('Butze' oder 'Durk') ist hauptsächlich im Niedersachsenhaus anzutreffen. Mit dem 19. Jh. erweiterte sich durch das Aufkommen neuer Werkstoffe (Eisen, Stahl, andere Metalle, Kunststoffe) Bau und Gestaltung des B.
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