Baukunst 2, da die B. nur in Ausnahmen (z.B. Denkmale) auf einen prakt.-nützlichen Effekt verzichten darf, ist sie immer auch Ausdruck der spezif. gesellschaftlichen Verhältnisse, der Ideologien der Bauherren, der Staatsformen, der Produktionsweise usw. (so: Burgen und Schlösser des Adels, Geschäftshäuser des Bürgertums, Kultgebäude, Befestigungen, Massenquartiere der Industriegesellschaft u.a.). Außerdem steht die B., je nach Kunstepoche unterschiedlich ausgeprägt, in enger Verbindung mit anderen Kunstformen (bildende Künste, Kunsthandwerk), so daß sie auch als 'Mutter aller Künste' bezeichnet wird. Als schmückende, gestalter. Mittel der B. wurden in ihrer Geschichte Baukeramik, farbiger Anstrich, Wand- und Gewölbemalerei, Bauplastik und -ornamentik, Stukkatur verwandt. Die von der B. geschaffenen Werke können mit der (ländlichen bzw. urbanen) Umgebung kontrastieren, in sie integriert sein, plast. stark differenzieren oder flächig vereinheitlichen. In der neueren B. trifft man auf den Funktionalismus, bei dem die prakt.-nützliche Funktionalität die Gestaltung bestimmt.
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