Antonius d. Gr., hl., unter den Einsiedlern derjenige, auf den das Mönchstum zurückgeführt wird, lebte im 4. Jh. in der ägypt. Wüste. Seit dem 7./8. Jh. in der bildd. Kunst dargestellt, als bärtiger Greis, im Mittelalter meistens in der Tracht des Antoniterordens und seit der Gegenreformation wieder als Einsiedler in der Wüste. Die bekannteste Antoniusstatue in der dt. Kunst ist die Schreinfigur des Isenheimer Altars von Nikolaus von Hagenau (1505, Kolmar, Museum). Ein weiteres beliebtes Motiv ist die Szene, wo A. den Eremiten Paulus in der Einöde besucht, seit der Renaissance häufig vorkommend, u.a. bei Grünewald (Isenheimer Altar), bei Dürer und Velázquez. Die Versuchung des hl. A. durch Dämonen, Dirnen, Fabelwesen ist ein bed. Thema des 15./16. Jh. (Kupferstich von M. Schongauer; Gemälde von H. Bosch und Grünewald).
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