altorientalische Kunst 2, die altsumer. Kunst (um -3,000 v.Chr.) ist v.a. durch ihre städt. Entwicklung zu charakterisieren. Bestandteile sind im wesentlichen die sumer. Bilderschrift, die Monumentalarchitektur (in Uruk, Eridu, Tepe Gawra) und die Plastik (plastisch verzierte Steinvasen z.B. aus Ur und Uruk). Die Reliefkunst war durch das Herrscherbildnis festgelegt. Das Rollsiegel wurde zum wichtigsten Bildträger. Nach dem Zusammenbruch der altsumer. Phase setzt im 28. Jh. v.Chr. die frühdynast. Epoche ein, mit dem Flußgebiet des Dijala und den Fundplätzen Chafaschi, Eschnunna, Tall Agrab als Zentrum. In der Kunst wird diese Phase v.a. erkennbar an den abstrakteren Formen, dem stereometr. Aufbau der Figuren und dem geometr. Gefüge. In die Spätzeit dieser Epoche gehören die Königsgräber von Ur (26.-24. Jh. v.Chr.). Die akkadische Kunst (-2,350 v.Chr. bis -2,150 v.Chr.) hat ihr Zentrum in Akkad. Die Reliefs (z.B. das Siegesmal Naramsins) erfassen hauptsächlich Bewegtheit und das Augenblickliche. Die Anlage eines solchen Kunstwerkes wurde in Diagonalen vorgenommen, Landschaftselemente waren einbezogen. Die machtvolle Architektur der Akkadzeit wird bes. demonstriert durch den Provinzpalast Naramsins in Tall Brak.
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