Altar, einer Gottheit geweihte erhöhte Opferstätte, aus rohen oder behauenen Steinen, Bronze, Ton oder Holz, freistehend oder vor und in Tempeln, auf der Opfer dargebracht und an der Gebete gesprochen werden. Zu den bed. künstler. Leistungen des griech. Altertums gehört der große Zeusaltar von Pergamon; aus der röm. Zeit ist die Ara Pacis Augustae eines der berühmtesten Beispiele. Der Sarkophag-A. kam bes. im 16. Jh. auf und erscheint in dieser Form am häufigsten im Barock, Rokoko und Klassizismus, im 11. Jh. bildete sich ein A.-Aufsatz (Retabel) heraus; das roman.Retabel bestand aus Stein, Stuck, Metall (Reliefarbeiten) oder Holz, das bemalt wurde. In Deutschland wurde der A. im 14. Jh. zum Altarflügelschrein, dem Flügel-A., mit einem Flügel Diptychon, mit zwei Flügeln Triptychon genannt. Das Mittelstück, der A.-Schrein, oft auch die Flügel-Innenseiten, wurden häufig mit farbigen Schnitzereien versehen, die Außenseiten fast immer mit gemalten Darstellungen (St. Wolfgang am Wolfgangsee; Krakau, Marienkirche). Im Barock kam die Form des Baldachin-A.s auf (St. Peter in Rom von Bernini1634, Vierzehnheiligen und Worms von B. Neumann); im Klassizismus gab es wieder strengere Formen; die ev.-reformierte Kirche zieht eine einfache Tischform ohne Retabel vor.
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