afrikanische Kunst 2, die bedeutendsten religiösen Kunstwerke der Afrikaner sind geschnitzte Ahnen-, Toten-, Grabfiguren sowie Tanzmasken. Ahnenfiguren dienten den Seelen der Vorfahren als Sitz und gewährten den Nachfahren Schutz. Masken galten im wesentlichen als übernatürliche Wesen; bei kult. Tänzen und Ritualen wurden sie mit dem, was sie darstellten, identisch. Masken waren auch königliche Abzeichen. Verschiedene Königreiche brachten eine höf.-profane Kunst hervor, mit Symbolen königlicher Macht, auf die Repräsentationsbedürfnisse des Hofes ausgerichtet. Man formte Gedenkköpfe der Könige, es entstanden Grabfiguren. - Westsudan: Die Kunst der Ife aus dem 13. Jh. stammt wie die Nokplastik aus Nigeria; Terrakotten, Steinskulpturen, Gelbgußarbeiten, die in Form von Masken, Figuren, porträtähnlichen Gedenkköpfen, Reliefplatten, Schmuck, u.a. gestaltet waren. Von hier aus gelangte die Gußtechnik nach Benin in Nigeria zum Stamm der Edo, auf deren Basis die dort vorzufindende höf. Repräsentationskunst entwickelt wurde. Daneben entwickelten die Yoruba eine vielfältige Holzbildhauerei, die Dogon über 80 Maskentypen. Abstrahierende Tiermasken sind die bekanntesten Kunstergebnisse aus Mali (von den Bobo, Kurumbu, Bambara, Mossi) und der nördlichen Elfenbeinküste (von den Senufo). Guineaküste: Bed. sind die hier vorzufindenden Gesichtsmasken des Poro-Geheimbundes und der Dan (Liberia).
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