äthiopische Kunst, Felszeichnungen und -malereien gehören zu den ältesten Kulturzeugnissen des afrik. Kontinents. Die äthiop. Schrift hatte die sabäische der semit. Amharen aus Südarabien zur Basis. Das Königreich Aksum erlebte seine Blüte vom 1. Jh. v.Chr. bis zum 4./5. Jh. n.Chr.. Die ptolemäische Zeit brachte griech. Einfluß zum Tragen. Große Bedeutung hatte die Einführung des Christentums (327 n.Chr.) und das Bündnis mit Byzanz. Mit Hilfe der UNESCO wurden seit 1968 viele Baudenkmäler restauriert: die Stelen in Aksum, die Felsenkirchen von Lalibäla, in Gondar die Schloßanlagen und auf den Inseln des Tanasees Kirchen und Klöster mit Wandmalereien des 17.-19. Jh., die den Handschriftilluminationen dieser Klöster aus dem 14. und 15. Jh. ähneln. Bis ins 19. Jh. hinein war die äthiop. Malerei durchweg kultisch gebunden und stand der byzantin.|kopt. Kunst nahe, beschränkte sich auf Ikonen- und Buchmalerei und Kirchenausgestaltungen. Keramikerzeugnisse aus dem alten Äthiopien waren meist mit geometr. Ornamenten verziert, weniger mit Menschen, Tieren oder pflanzlichem Dekor. Aus der traditionellen Volkskunstarbeit sind vielfarbige Flechtarbeiten (meist in den Farben rot, grün, violett), Holz- und Beinschnitzereien, Lederprägearbeiten, kunstvolle Juwelierarbeiten (vor allem aus Silber und Messing) bekannt.
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