Ästhetik 7, für J.W. Goethe (1749/1832) war die Kunst 'Bild des Lebens', 'Vorempfindung der Welt', 'geistig-prakt.-mechan. Methode', 'geistig-sinnliche' Methode der Aneignung von Wirklichkeit. Damit mußte die Kunst Gesetzen unterliegen, die sie vom allg. ästhet. Weltverhältnis des Menschen eindeutig unterschieden. In einem Kunstwerk mußte alles für Sinne und Geist faßlich, nährend, bildend, erhebend sein. Hierin wurde der Unterschied zw. dem spezifisch Ästhetischen des Kunstwerkes zum Ästhetischen der Natur einschließlich aller Instrumente, die der Mensch außerhalb des künstler. Schaffens hervorbrachte, formuliert. G.W.F. Hegel (1770/1831) begriff Geschichte als Prozeß der Selbsterzeugung. Die erste Stufe, in der das Absolute als menschliches Bewußtsein sich selbst erfaßt und zur Anschauung und Empfindung bringt, ist für Hegel die Kunst, d.h. das Wissen in Form des Sinnlichen und Objektiven, die zweite die Religion, die dritte die Philosophie. Nach Hegel kann nicht jede Wahrheit Gegenstand der Kunst werden, erforderlich sei eine Wahrheit, die die Möglichkeit des Übergangs zur Form des Sinnlich-Konkreten in sich bergen müßte, um als Ideal das Kunstschöne ergreifen zu können.
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