Ästhetik 5, D. Diderot (1713/1784) hielt die alltägliche Natur für das erste Modell der Kunst. Unter Natur begriff er die gesamte Realität, gerade auch die gesellschaftliche Existenz. Die Gemeinsamkeit zw. der künstler. und wiss. Aneignung sah Diderot in dem Ziel der Wahrheit, zu erreichen durch Übereinstimmung des Urteils bzw. des Bildes mit der Sache. Für Diderot war die Linie die entscheidende ästhet. Formqualität der bildenden Künste. Indem J.J. Rousseau (1712/1778) die prinzipielle und damit auch wirtschaftliche Gleichheit der Menschen postulierte, setzte er sich für eine demokrat., der Bevölkerung total verbundene Kunst ein. Er kennzeichnete diese als natürliche, einfache und zugleich als mannhafte, starke Schönheit. Entscheidend für ihn waren Inhalt und Linie als ästhet. Hauptmedium der Schönheit in der Kunst. In der Linie konzentriere sich der ideell-emotionale Gehalt der Malerei, über den dann erst die Farbe lebendig würde. Die Linie wurde nicht als Gegenstands-Sach-Fixierung aufgefaßt, sondern als Transporteur und Reflex des Gefühls, das Rousseau der Vernunft entgegenstellte und zusammen mit der Natur als vordergründig wichtig erklärte.
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