Ästhetik 4, mit Thomas von Aquin (1225/1274) begann sich die Auffassung zur Ä. wieder zu wandeln, indem zwar immer noch die in Gott ruhende, höchste Schönheit anerkannt wurde, aber sinnliche Elemente des Schönen zu rechtfertigen begonnen wurden. Die Renaissance brachte eine neue Qualität von Kunst und Ä. hervor. Die Basis dafür war das sich entwickelnde Stadtbürgertum, das die hergebrachten engen religiösen Vorstellungen durchbrach. Orientierungspunkt aller Bemühungen war die Realität und die Mobilisierung des praktisch tätigen und verantwortlichen Individuums. Z.B. verstand der Architekt, Philosoph, Maler und Dichter L.B.Alberti, einer der vielseitigsten systemat. Theoretiker der ital.Renaissance, die Baukunst als Bauen überhaupt, unter Einbeziehung von Funktionstüchtigkeit, techn. Solidität und sinnlicher Wirkung. Die gleiche prinzipielle Beziehung zur Wirklichkeit vertraten Künstler und Theoretiker wie Leonardo da Vinci, A. Dürer, Michelangelo, u.a. Nach Leonardo hatte die bildende Kunst mit den Formen und Erscheinungen der Natur zu tun. Die Malerei sei auf die sichtbare Welt zu beziehen, auf Gestalt, Form, Farbe, Licht der Gegenstände, die Wissenschaft auf das Innere der Körper. Der Geist des Malers habe einem Spiegel zu gleichen. Das Schöne der Kunst wurde auch als vom Künstler hervorgebracht begriffen, unter Berücksichtigung, was der 'öffentliche Ruf' für schön hielt.
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