Ästhetik 3, grundlegend für die Geschichte der Ä. wurde der Versuch des Aristoteles (-384 v.Chr. bis -322 v.Chr.), die Dialektik von Wesen und Erscheinung und ihre Beziehung zum Schönen in der Kunst zu bestimmen. Die künstler. Nachbildung richtet sich bei Aristoteles nach Wesen und Gesetz, demnach auf die Tendenz der Natur bei der Gestaltung des Gegenstandes. Deshalb sei die vornehmste künstler. Aufgabe die Idealisierung dieses Gegenstandes entsprechend seinem Charakter. Außerdem hielt Aristoteles Qualitäten des Schönen für gegeben, die seiner sinnlichen Existenz innewohnten wie Proportionen, Bestimmtheit, Ordnung. Die Ä. der Antike erfuhr ihren Niedergang, als eine Geringschätzung der sinnlichen Welt gesellschaftliche Verbreitung fand (im 3. Jh.). Nach dem Neuplatoniker Plotin (*204/+270) mußte man die Seele von körperlicher Schlechtigkeit befreien, um das Schöne erkennen und erfassen zu können. Mit diesen Auffassungen legte Plotin die Grundlagen für die theolog.-ästhet. Konzeptionen des Mittelalters.
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