ägyptische Kunst 2, mit den 'klassischen' Pyramiden von Gise wurde der Pyramidenbau von Sakkara und Dahschur fortentwickelt. Über einer versteckten unterirdischen Grabkammer erbauten Hofbeamte sich kastenförmige Mastabagräber. Der verstorbene König wurde als Plastik, häufig in Lebensgröße, im Serdab, einem abgetrennten Raum, aufgestellt, streng blockhaft als Stand- oder Sitzfigur, mit eng an den Körper angelegten Gliedmaßen. Reliefs auf den Grabraumwänden in Pyramide und Mastaba schildern das Leben des Pharao und seiner Familie, ebenso das Leben der Bauern und Handwerker, letzteres zum Zwecke, diese ganze Umwelt mit ins Jenseits hinüberzunehmen. Plastiken waren hauptsächlich in Frontaldarstellung gestaltet, mit bestimmten Gebärden, nicht im Bewegungsablauf. Die Flachkunst komponierte die Figur aus Kopf und Gliedmaßen im Profil, Auge und Oberkörper in Frontalansicht. Die Darstellungsweise der Inhalte in der ä.K. war nicht ein Hintereinander, sondern ein Neben- und Übereinander der Dinge oder eine Aufsicht auf diese. Die Wände der Sargkammern, die Särge selbst oder Papyrusrollen zieren Texte in Hieroglyphenschrift. Sie erzählen das Leben im Jenseits und sollen den Verstorbenen helfen, den Weg dorthin zu finden.
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