Abendmahl, das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern am Vorabend seines Passionsganges. Das A.-Bild kommt seit dem 5. und 6. Jh. vor (Mosaik in S. Apollinare Nuovo, Ravenna; Codex Rossanensis; Rabula-Codex). Dabei ist Christus stets mit seinen Jüngern an der gedeckten Tafel sitzend dargestellt, in den ersten Bildern auf dem Ehrenplatz an der linken Seite und etwa seit dem 11. Jh. in der Mitte der Rückseite des Tisches, an ihn gelehnt sein Lieblingsjünger Johannes. Judas wird immer als Verräter gekennzeichnet, durch isolierte Plazierung, den Griff nach Fisch oder Schüssel, ein gelbes Gewand oder dadurch, daß Jesus ihm den Bissen reicht. Von Bedeutung sind die A.-Darstellungen am Westlettner des Naumburger Doms (um 1250) und am Westportal des Straßburger Münsters; in der ital.Renaissance im Refektorium von Ognissanti in Florenz (1480, D. Ghirlandaio) und im Refektorium von S. Maria delle Grazie in Mailand (1495/1497, Leonardo da Vinci); in der Reformationszeit z.B. die Holzschnitte Dürers. Im 19. Jh. wird das Geschehen in ein zeitgenöss. Armeleute-Milieu gelegt, z.B. von F. Uhde und Gebhardt.
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