Tempel (lat.), nichtchristl. Kultbau. T. wurden in den versch. Kulturen je nach Gottes- und Kultverständnis in unterschiedlicher Weise entwickelt. - Die ägypt. Kunst kennt T. für den Totenkult bei den Pyramiden. Charakterist. für die vorderasiat. Kunst sind T.städte und auch mächtige Zikkurats. In der präkolumb. Kunst Altamerikas wurden die T. auf hohen Terassen und Stufenpyramiden erbaut. Der Hindu-T. der ind. Kunst ist dreigeteilt mit Versammlungsraum, Vorhalle und Allerheiligstem mit Kultsymbol, über dem sich ein Turm erhebt. Zahlreiche Einzelgebäude mit abgestufter Struktur weist der T.bezirk der ostasiat. Kunst auf (Predigthallen, Pagoden, Goldene Halle mit dem Buddhabild auf einem Sockel, Hallen für die vier Himmelskönige, Speicher usw.). Der T. der griech. und röm. Antike war jeweils einem der Götter des Olymps geweiht. Er hat zumeist langgestreckten rechteckigen Grundriß, im Innern befindet sich ein fensterloser Raum (Cella) mit dem Götterbild. Die äußere Umgrenzung wird durch Säulenreihen und Giebel gebildet.
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