Möbel (frz.), bewegl. Einrichtungsgegenstände von Wohnungen und Geschäftsräumen. Das Altertum wies eine hohe M.kultur auf; das frühe Mittelalter war durch Schlichtheit der M. charakterisiert; im 15. Jh. begann eine stärkere künstler. Gestaltung. Die Renaissance belebte antike Motive und schmückte die M. mit Einlegearbeiten (Intarsien). Im Barock und im Rokoko wurde Frankreich Zentrum der europ. M.-Entwicklung. Im Spätbarock entdeckte man Furniere zum Verkleiden unedlen Holzes; Verzierungen und Füße wurden geschnitzt (Chippendale-Stil in England). Das Empire liebte kantige M. mit antikisierenden Motiven, das folgende Biedermeier einfache, klare, zweckmäßige Formen; die Holzmaserung gelangte als Möbelschmuck zur Geltung. Hauptmotiv von Bezugsstoffen waren Streublumen. Gegen Ende des 19. Jh. entwicklete in Deutschland der Jugendstil neue Schmuckelemente, hauptsächl. aus abstrahierenden Pflanzenmotiven bestehend. In der 2. Hälfte des 20. Jh. kamen 'Wohnlandschaften' aus Polsterelementen und Schrankwände in Mode.
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