Mathematik 2 (griech.), eine wiss. M., die ihre Aussagen beweist, entstand im antiken Griechenland (u.a. Thales, Pythagoras). In der Schule der Pythagoreer, gegründet um -530 v.Chr., wurde eine elementare Zahlentheorie betrieben, die noch myst. und metaphys. Zwecken diente. Eine reine, theoret. M. entwickelte sich nach der Entdeckung der Inkommensurabilität (ca. -450 v.Chr.). Die antike griech. M. faßte Euklid um -300 v.Chr. in den 'Elementen' zus., die bis in die Neuzeit wirkten. Mit Archimedes (-287/-212 v.Chr.), der Ansätze einer elementaren Analysis entwickelte, erreichte sie ihren Höhepunkt und blieb führend bis ins 4. Jh. Um 800 hatte die arab. M. die Führung übernommen, brachte die indischen Ziffern, später insbes. die 0, ins Abendland und erreichte Fortschritte in der Theorie der Gleichungen und der Trigonometrie. Im Mittelalter entwickelte sich v.a. in Italien eine mathemat. Schule, die bei der Entwicklung von Lösungen von Gleichungen höheren Grades Erfolg hatte.
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