Kunststoffe, seit etwa 1910 übl. Bezeichnung für vom Menschen hergestellte Werkstoffe. Gemeinsam ist allen K., daß sie im wesentl. aus organ. Stoffen bestehen, die makromolekular aufgbaut sind. Bei ihrer Herstellung werden niedermolekulare Verbindungen durch chem. Synthese zu Makromolekülen verknüpft, so daß hochpolymere Stoffe von unterschiedl. Beschaffenheit für die verschiedensten Zwecke entstehen. Die K. lassen sich in 3 große Gruppen einteilen: Thermoplaste (Plastomere), Duroplaste (Duromere) und Elastomere. Bei den beiden ersteren liegt die sog. Einfriertemperatur, unterhalb der die Eigenbewegung der Moleküle 'erstarrt', oberhalb der Temperaturen, bei denen sie als Werkstoffe eingesetzt werden, bei den Elastomeren darunter. Daher sind die Festigkeitseigenschaften der Thermoplaste stark temperaturabhängig. Die Duroplaste erhalten durch eine engmaschige Vernetzung der Moleküle eine Formstabilität, die bis in die Nähe ihrer Verarbeitungstemperatur reicht. Durch Zusatz von Füllstoffen begegnet man dem Problem der Sprödigkeit. Elastomere ähneln dagegen in ihrer Flexibilität Gummiprodukten und werden wie diese vulkanisiert (weitmaschig vernetzt). Synthet. Kautschuke und Chemiefasern fallen unter den Sammelbegriff Chemiewerkstoffe, obwohl sie im wesentl. aus den gleiche Rohstoffen aufgebaut und von gleicher Art wie die K. sind.
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