Kabarett (frz. cabaret 'Schenke, Trinkstube'), Form der künstler. Darbietung auf der Bühne, bei der durch humorvoll-satir. Aussage die Schwächen der Gesellschaft und des einzelnen oder polit. Mißstände kritisiert oder parodiert werden. Charakterist. für das K. ist ein 'Nummernprogramm' aus Sketchs, Pantomimen, Gedichten und Chansons. Die heutige Form des K. als Kleinkunstbühne entstand aus dem frz. Varieté (erstes K. in Paris um 1880). Erste dt. K. waren das 'Überbrettl' in Berlin und 'Die elf Scharfrichter' in München (beide 1901 gegr.). Ihnen folgten 'Schall und Rauch', 'Simplizissimus' (1903) u.a. Polit. und kulturgeschichtl. bedeutsam wurde das 1916 in Zürich gegründete dadaist. 'Cabaret Voltaire'. In der Zeit nach 1945 entstanden in Deutschland zahlr. K., z.B. die 'Schaubude' (München, 1945), das 'Kom(m)ödchen' (Düsseldorf, 1947), die 'Insulaner' (Berlin, 1947), die 'Lach- und Schießgesellschaft' (München, 1955) und 'Floh de cologne' (Köln, 1966). Als Vertreter des Einmannkabaretts traten hervor: W. Finck, W. Neuss, H.-D. Hüsch, D. Hildebrandt, die Österreicher G. Kreisler und H. Qualtinger, die Schweizer F. Hohler und E. Steinberger (gen. 'Emil').
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