Jugendstil, internat. Stilrichtung der bildenden Künste wie Graphik, Malerei, Bildhauerei, Kunstgewerbe; aber auch Musik, Theater und Architektur (ca. 1890 bis 1914; frz. Bez. Art Nouveau, engl. Bez. Modern Style, österr. Bez. Sezessionsstil). Die dt. Bez. J. ist von der 1896 gegründeten Zeitschrift 'Jugend' (München) abgeleitet. Der J. ist eine künstler. Opposition zu den akadem., historisierenden Stilen des 19. Jh., verbunden mit der Suche nach neuem Ausdruck und neuer Form. Er betont Ornamentik (nach pflanzl. Vorbild und zur Abstraktion weiterentwickelt), flächig-dekorative Farbgebung und expressive Linienführung. Bedeutende Künstler des J. (Malerei) waren in England die Präraffaeliten, A. Beardsley, in Frankreich Toulouse-Lautrec (Plakate), in Belgien H. van de Velde, in Deutschland F. von Stuck, A. Endell und (frühe Werke) Kandinsky, Marc, Klee, in Österreich G. Klimt, E. Schiele, in Norwegen E. Munch und in der Schweiz F. Hodler.
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