Ironie (griech.), Redeweise, bei der man mit feinem, verdecktem Spott das eigentl. Gemeinte verbirgt oder gar das Gegenteil sagt. Die I. (als rhetor. Figur) diente in Kritik und Polemik der Bloßstellung fragwürdiger Werthaltungen oder Schlußfolgerungen (auch sokrat. I.). Zu einem poetolog. Begriff wurde die I. in der dt. Frühromantik, in der sie (L. Tieck, E.T.A. Hoffmann, Grabbe u.a.) iron. Distanz, experimentelles Spiel, dichter. Unabhängigkeit signalisieren sollte. In der neueren Literatur reicht die I. von der Bewußtseinshaltung der Autoren (Th. Mann, R. Musil u.a.) bis zur Übersteigerung im absurden Theater.
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