Hitler, Adolf, *Braunau 20.4.1889, +Berlin 30.4.1945 (Selbstmord), dt. Politiker österreich. Herkunft, Sohn eines Zollbeamten. H. wollte Künstler (Maler, Architekt) werden, scheiterte aber bei Prüfungen an der Wiener Akademie und begann ein zielloses Bohèmeleben, aus dem ihn der Erste Weltkrieg riß. Er meldete sich freiwillig, war Meldegänger und wurde mehrfach ausgezeichnet, aber nur bis zum Gefreiten befördert. Nach Kriegsende wurde H. V-Mann der Reichswehr und observierte völk. Gruppierungen, darunter auch die Dt. Arbeiterpartei (DAP), in die er eintrat und die er seit 1920, umbenannt in Nat.-soz. Dt. Arbeiterpartei (NSDAP), führte und extrem nationalist., antisemit. und antimarxist. ausrichtete. Sein Putschversuch gegen die Weimarer Republik scheiterte am 9.11.1923 und brachte H. Festungshaft ein, während der er sein Bekenntnisbuch 'Mein Kampf' verfaßte. Es kann als detaillierter 'Fahrplan' des Ideologen und Politikers H. gelten. Bereits 1924 entlassen, reorganisierte H. seine Partei, die mit beginnender Weltwirtschaftkrise (1929/1930) erhebl. Zulauf erhielt und 1932 stärkste polit. Kraft im Reich wurde. Am 30.1.1933 wurde H. zum Reichskanzler ernannt. In kürzester Frist zerschlug er die Republik, schaltete die Gewerkschaften aus, verbot alle Parteien und machte sich nach Hindenburgs Tod (2.8.1934) als 'Führer und Reichskanzler' zum Dikator Deutschlands, um den die nat.-soz. Propaganda einen beispiellosen Führerkult rankte. Außenpolit. Erfolge (1935 Rückgliederung des Saarlands, Flottenabkommen mit England, 1936 Besetzung des Rheinlandes, 1938 Anschluß Österreichs, Gewinnung des Sudetenlands) und Arbeitsbeschaffung (v.a. durch massive Aufrüstung) steigerten den Nimbus des 'Erbauers Großdeutschlands', so daß die Kriegspolitik kaum noch Widerstand fand. Am 1.9.1939 entfesselte H. mit dem Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg, der nach Siegen (Polen 1939, Dänemark, Norwegen und Frankreich1940, Jugoslawien und Griechenland1941) zum eigentl. von H. immer angestrebten Kampf um 'Lebensraum' und gegen die wahnhaft beschworene 'jüd. Weltverschwörung' nach dem Überfall auf Rußland (22.6.1941) wurde. Die Wende kam schon Ende 1941 und endgültig Ende 1942 mit El Alamein und Stalingrad. H. befahl, wie 1939 angekündigt, 'die Vernichtung der jüd. Rasse in Europa': Über 5 Mio. Juden aus allen dt. besetzten Gebieten wurden Opfer dieser 'Endlösung' in den Vernichtungslagern und in den Erschießungsgruben der Einsatzgruppen. Zu spät erwachte das Gewissen des Offizierkorps, der Anschlag auf H. am 20.7.1944 mißlang. Erst die totale Niederlage beendete 1945 seine Schreckensherschaft.
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