Gottesbeweis, Versuch eines vernunftgeleiteten Beweises für die ExistenzGottes. Der G. soll ohne Offenbarung eine Gotteserkenntnis mit Hilfe logischer Prinzipien ermöglichen. Der Kausalitätsbeweis (Thomas von Aquin) schließt von der Tatsache der Bewegung, des Verursachtseins, der Kontingenz (Zufälligkeit), der Unvollkommenheit alles Seienden auf die Existenz Gottes. Der Finalitätsbeweis geht von einer zweckgerichteten Ordnung der Welt aus. Der ontologische G. (Anselm von Canterbury) folgert: Wenn Gott das höchste Wesen ist, das ich denken kann, muß er außer in meiner Vorstellung auch in Wirklichkeit existieren. Der Intuitionsbeweis akzeptiert 'intuitiv' die Existenz Gottes als Ziel allen vernünftigen Handelns. Der dt. Philosoph Kant kritisierte jeden G., weil dieser vom Begriff Gottes auf seine Existenz schließe, und setzte an die Stelle Gott als sittliches Postulat.
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