Gießen 2, Produktionsverfahren in Gießereien, bei dem geschmolzene Metalle in Hohlformen gegossen und so zu Platten und Blöcken (Formate) für die Weiterverarbeitung oder zu bestimmten Formstücken verarbeitet werden. Die wichtigsten Gußarten sind: Der nicht sonderlich feste Grau-Guß, der zur Erlangung von 'Kugelgraphit' (Sphäroguß) mit Magnesium 'geimpft' wird. Werden Graugußteile (ohne Graphitausscheidung) mehrere Tage geglüht (getempert, zw. 850 und 1 000 °C), spricht man von Temperguß. Beim Stahlguß werden Stahlschrott und Roheisen eingeschmolzen. Strangguß entsteht durch kontinuierl. senkrechten Schmelzfluß durch eine z.T. wassergekühlte Form (Kokille) hindurch und führt zu profiliertem Stangenmaterial. Der Schleuderguß wird mithilfe eines rotationssymmetr. Hohlraums (z.B. Rohre) vorgenommen, während beim Druckguß als klass. Kokillenguß das flüssige Metall in eine zweiteilige Kokille gepreßt wird (insbes. bei Werkstücken aus Aluminium, Kupfer, Zink, Blei).
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