englische Musik, auf den brit. Inseln entstandene Musik. Die e.M. war bis ins 17. Jh. von großem Einfluß auf Europa, wobei seit dem 15. Jh. v.a. Wechselbeziehungen zu Frankreich bestanden (u.a. Übernahme des Chansonstils). Im 16./17. Jh. entwickelte sich wie auch auf dem Festland neben der geistl. Musik ein weltl. Musikleben mit dem Zentrum London. Shirleys 'Cupid and Death' (1653) markierte den Anfang der engl. Oper, die durch Purcell, den Organisten von Westminster Abbey, Pepusch ('The beggar's opera', 1728) und den Deutschen Händel im 18. Jh. zu einer ersten Blüte gebracht wurde, und auch die engl. Instrumentalmusik erhielt wesentl. Impulse von ihnen. Das 19. Jh. sah eine Wiederbelebung des nat. Stils in den Instrumentalwerken Elgars, den fast impressionist. gefärbten Orchesterstücken von Holst und den Operetten von Sullivan. Im 20. Jh. kann von einer spezif. e.M. nur noch bedingt die Rede sein, zu stark ist die internat. Verflechtung, bedeutende Komponisten waren u.a. R.V. Williams, A. Bliss, W. Walton, M. Tippett, der Zwölftöner H. Searle und v.a B. Britten.
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