Drama (griech. 'Handlung'), geschriebene Dichtung, bei der eine abgeschlossene Handlung von Schauspielern vor Publikum durch Mimik, Gestik und gesprochenes Wort dargestellt wird. Die Sprechtexte werden als Gespräch (Dialog) oder Selbstgespräch (Monolog) vorgetragen. Man unterscheidet fünf Gattungen des D.: Tragödie, Tragikomödie, Komödie, Schauspiel und Lustspiel. Das Stück wird in Aufzüge (Akte) und Auftritte (Szenen) gegliedert. Die Anfänge des D. liegen im antiken Griechenland. Manifestationen des menschl. Spieltriebs, zumeist derb-kom. Handlungen, Vermummungen und Tänze, verbanden sich hier mit liturg. Zeremonien. In Griechenland wurde auch durch Aristoteles die erste Theorie des D. entwickelt (Grundbegriffe: Mimesis {Nachahmung}, Furcht und Mitleid, Katharsis {Reinigung}), die in Renaissance und Barock zu einem festen Kanon ausgebaut wurde. In der Rezeption Shakespeares entstanden im 18. und 19. Jh. freiere Formen, so das bürgerl. Trauerspiel, das Ideendrama, das Milieu- oder soziale D. bis hin zur Aufnahme lyr. und ep. Strukturen im 20. Jh.
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