Baden 1, Eintauchen des Körpers (Vollbad) oder einzelner Körperteile (örtl., Teil-, Halb-, Sitz-Bäder) in Flüssigkeit, auch method. Einwirkung gas- oder dampfförmiger oder fester Substanzen (Sand, Moor) auf die Haut des Körpers. Die Medizin kennt zahlr. Anwendungen von Bädern zu therapeut. Zwecken (zum Beispiel in Heilquellen, Unterwasserstrahlmassage, Kneippkuren u.a.). Bäder und Waschungen spielen auch in den Religionen vieler Völker eine bedeutende kult. Rolle. - Geschichte: Im Altertum war B., Schwimmen und Waschen in natürl. Gewässern üblich, Griechen und Römer besaßen eine ausgedehnte Badekultur. Im europ. Mittelalter gab es öffentl. Badestuben, die von Männern und Frauen teils getrennt, teils gemeinsam genutzt wurden; vermutl. wegen der Syphilis kamen sie in Verfall, die folgenden Jahrhundert verpönten das B. Erst im 19.Jahrhundert gab es wieder öffentl. Bäder, auch 'Volksbrausen' für die ärmere Bevölkerung in den Städten. Heute suchen v.a. Urlaubsorte mit 'Thermen' und 'Erlebnisbädern' an die antike Badekultur anzuknüpfen.
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