Zentralkomitee der SED, in kommunistischen Parteien ist das Zentralkomitee (ZK) das nominelle Führungsgremium zwischen den Parteitagen. Es wählt aus seinen Mitgliedern das Politbüro und das Sekretariat, die eigentlichen Führungs- und Machtinstanzen der Partei. Das ZK der SED wurde zum ersten Mal beim III. Parteitag der SED im Juli 1950 gewählt (bisher hatte es einen Parteivorstand wie bei anderen Parteien auch gegeben). Es setzte sich aus Mitgliedern mit vollem Stimmrecht und aus Kandidaten mit beratender Stimme zusammen. 1950 waren es 51 Mitglieder und 30 Kandidaten. Im Laufe der Jahre vergrößerte sich das ZK; 1986 hatte es 165 Mitglieder und 57 Kandiadaten. Teils lag das an der Zunahme der Aufgabenbereiche, teils daran, daß man besonders verdienstvolle Genossen im ZK beließ, obwohl ihre Arbeit längst von Jüngeren gemacht wurde. Protokollarisch stand das ZK über dem Ministerrat, wichtige Entscheidungen der Minister wurden stets vorher mit den Abteilungsleitern im ZK abgestimmt. Das ZK war der 'Kreis der Auserwählten', er verkörperte die politische Elite des SED-Staates, in ihm herrschte unbedingte Disziplin und absolute Treue zu einmal gefaßten Beschlüssen. Offene Diskussionen gab es spätestens seit Honeckers Machtantritt nicht mehr.
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