Zentrale Beweismittel- und Dokumentationsstelle der Landesjustizverwaltungen, nach dem Bau der Berliner Mauer am 13.8.1961 kam es immer wieder zu Zwischenfällen an den innerdeutschen Grenzen und zu Gewaltmaßnahmen gegen Fluchtwillige oder Kritiker des Systems in der DDR. Die Justizminister der Länder beschlossen daher die Bildung einer Zentralen Erfassungsstelle für solche strafbaren Handlungen, obwohl die Bundesrepublik sie nur verfolgen konnte, wenn ein Täter einreiste, oder im hypothetischen Fall einer Wiedervereinigung. Die Stelle nahm am 24.11.1961 in Salzgitter die Arbeit auf und erfaßte v.a. vier Tatkomplexe: vollendete oder versuchte Tötungshandlungen (z.B. bei Republikflucht), Unrechtsurteile aus politischen Gründen, Mißhandlungen im Strafvollzug und Verschleppung oder politische Verfolgung. Die DDR bekämpfte 'Salzgitter' stets als 'Institution des Revanchismus und grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR'.
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