Wiedergutmachung, der Völkermord an den Juden Europas ist nie zu sühnen und schon gar nicht wiedergutzumachen, insofern war das, was zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel 1952 vertraglich geregelt wurde, allenfalls finanzieller Ersatz für materielle Schäden. Es wurden im Rahmen einer globalen Wiedergutmachung Zahlungen von 3 Mrd. DM an Israel und von 0.45 Mrd. DM an die sog. Claims Conference von 23 jüdischen Organisationen der außerhalb Israels lebenden Juden vereinbart. Die Zahlungen waren in Israel umstritten, weil man dahinter eine deutsche Freikaufstrategie argwöhnte. Auch andere Länder erhielten Entschädigungszahlungen, die sich bis 1980 auf über 63 Mrd. DM beliefen. Rechnet man die Wiedergutmachungsleistungen nach dem am 29.6.1956 erlassenen Bundesentschädigungsgesetz (BEG) für Einzelpersonen hinzu, erreichte der Finanzaufwand über 85 Mrd. DM. Die Privatunternehmen haben eine Wiedergutmachung für die Ausbeutung von Zwangsarbeitern bis zum Ende des 20. Jhdt. in den meisten Fällen verweigert oder sich mit symbolischen Zahlungen begnügt, erst am 17.7.2000 kam ein Entschädigungsabkommen zustande, an dem sich der Bund zu mindestens 50% beteiligte.
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