Volkspolizei 2, die V. unterstand anfangs den Landesbehörden, wurde aber bald dem Innenministerium unterstellt, die eigentliche Polizei wurde dabei in zahlreiche Hauptabteilungen (HA) gegliedert, darunter auch eine für den Strafvollzug. Seit 1962 verfügte die DVP über eine eigene Hochschule, die bis 1989 rd. 3,500 Offiziere ausbildete. Die Volkspolizei mit ihren zuletzt rd. 80,000 hauptamtlichen Polizisten und 177,500 'Freiwilligen Helfern' war allgegenwärtig und bei planmäßig gepflegter Rechtsunsicherheit und weitem Ermessenspielraum entsprechend gefürchtet. Dazu trugen die Überwachung der Hausbücher durch Abschnittsbevollmächtigte (ABV) und der Terror in den Strafanstalten ebenso bei wie die vielfältigen Verbindungen zur Stasi, die eigene Leute in Schlüsselpositionen der DVP plazierte. Über die Personenkennzahl (PKZ) konnten beide Organisationen über jeden Bürger alle in diversen Datenbanken gespeicherten Informationen erhalten. Gegen Ende war der Polizeistaat DDR so weit perfektioniert, daß er sich sozusagen selbst mißtraute und auch daran scheiterte. Mit Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3.10.1990 ging die Polizeihoheit an die neuen Bundesländer über, etwa 40 % der DVP-Mitarbeiter mußten aus dem Dienst aussscheiden.
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