Volkseigenes Gut (VEG), die von der SMAD1945/1946 verfügte Bodenreform in der SBZ brachte große Flächen in Staatsbesitz, auf denen Länder, Kreise und Gemeinden Mustergüter organisieren sollten. Es entstanden dadurch von 'werktätigen' (festangestellten) Bauern betriebene staatliche Landwirtschaftsunternehmen, die als Volkseigene Güter (VEG) bezeichnet wurden. Stieg ihre Zahl von zunächst 500 auf zeitweise fast 700, so sank sie bis zum Ende der DDR, allerdings bei wachsender bearbeiteter Fläche (zuletzt 446,000 ha), auf 465. Das lag daran, daß die Agrarpolitik genossenschaftlich orientiert war und auf das Modell der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) setzte. Allerdings waren die VEG als Staatsbetriebe leichter zu lenken, ihre Belegschaften wiesen einen hohen parteipolitischen und gewerkschaftlichen Organisationsgrad auf und waren damit so etwas wie die agrarpolitische Vorhut der SED. 1990 ging ihr Vermögen in Treuhand-Verwaltung über, viele Alteigentümer der VEG-Flächen machten Ansprüche geltend.
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