Sozialistischer Deutscher Studentenbund (SDS), nachdem die Besatzungsmächte 1945 zunächst politische Hochschulgruppen nicht zugelassen hatten, konnten sich in den Westzonen erst 1946 einige bilden: Am 6.9. konstituierte sich in Hamburg der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) als weitgehend selbständige Hochschulorganisation der SPD. In den 1940er/1950er Jahren in der Regel auf Parteilinie und u.a. von Helmut Schmidt geführt, geriet der SDS mit der Partei in Konflikt, als er dem Godesberger Programm nicht zustimmen mochte und an marxistischen Positionen festhielt. Ein parteitreuer Flügel spaltete sich als Sozialdemokratischer Hochschulbund (SHB) ab, und am 6.11.1961 erklärte der SPD-Parteivorstand die Mitgliedschaft im SDS und in der SPD für unvereinbar. Von der Parteileine gelassen, radikalisierte sich der SDS, übertrug seine Kritik an der 'Ordinarien-Universität' auf die Gesellschaft, prangerte die Karrieren ehemaliger Nazis und die Reformfeindlichkeit des 'Establishments' an, forderte Demokratisierung aller gesellschaftlichen Bereiche und setzte mit dem Kampf gegen den 'amerikanischen Imperialismus' im Vietnamkrieg und die deutsche 'Komplizenschaft' dabei die Studentenbewegung in Gang. Nach deren Verebben führten interne Querelen 1970 zur Auflösung des SDS. Eine Neugründung 1988 nach Aufhebung des Unvereinbarkeitsbeschlusses durch die SPD blieb bedeutungslos.
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