Siebzehnter Juni 2, am 17.6.1953 traten daraufhin die Bauarbeiter der Stalinallee in Berlin in den Streik und zogen demonstrierend durch die Straßen in ganz Berlin. Der Rundfunk im amerikanischen Sektor (RIAS) strahlte eine Resolution der Streikenden aus. Die Unruhen griffen ins Umland aus und erfaßten schließlich die ganze DDR. In 270 Orten gingen die Menschen auf die Straße und mehr und mehr auch zu Angriffen auf Symbole des verhaßten Systems über: Sowjetsterne wurden abmontiert, Ulbricht-Monumente umgestürzt, politische Gefangene befreit, Stasi-Zentralen gestürmt. Erst allmählich formierte sich die Gegenwehr der Staatsführung. Nachdem schon am Nachmittag des 17.6. russische Panzer aufgefahren waren, verschärfte sich die Lage am 18.6. rasch. Gegen 13 Uhr verkündete der sowjetische Stadtkommandant von Berlin den Ausnahmezustand. Panzer fuhren in Menschengruppen hinein, auf Demonstranten wurde das Feuer eröffnet, befehlsverweigernde Volkspolizisten ließ man standrechtlich erschießen. Offiziell wurde später von 4 getöteten Polizisten und 21 zivilen Opfern gesprochen, doch lagen die Opferzahlen eher zwischen 300 und 400.
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