Privatisierung, die Überführung von Staatsbesitz in privates Eigentum kann aus verschiedenen Gründen erfolgen: 1959 veräußerte der Bund 77.6 % der Preussag, 1960 gut 60 % der Volkswagen AG, und 1965 gab er 64 % des VEBA-Konzerns ab. Im Vordergrund stand damals eine möglichst breite Streuung von Vermögen, bei späteren Privatisierungen wie beim Verkauf von Lufthansa-Anteilen seit 1994 spielten auch Etat-Fragen eine Rolle. Die umfänglichen Privatisierungen nach Untergang der DDR von dortigen Staatsunternehmen durch die Treuhandanstalt hatte ideologische und marktwirtschaftliche Gründe, hinzu kamen Reprivatisierungen von beschlagnahmtem oder enteignetem Besitz (z.B. von 'Republikflüchtlingen'). Enteignungen, die vor Entstehung der DDR, also zwischen 1945 und 1949 von der SMAD vorgenommen wurde, können gemäß Einigungsvertrag nicht rückgängig gemacht werden.
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